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    In Ferienvermietung auf Korsika investieren: Renditen und Vorgehensweise

    10 Min. Lesezeit Aktualisiert am 1. Juli 2026

    Der Tourismus auf Korsika konzentriert sich auf rund zwanzig Wochen. Diese extreme Saisonalität macht die Auswahl der Immobilie entscheidend: Bei zwei Wohnungen, die einen Kilometer auseinanderliegen, kann die Auslastung der einen doppelt so hoch sein wie die der anderen. So gehen Sie bei der Abwägung vor.

    Das Wichtigste

    • Rechnen Sie mit dem Nettoeinkommen nach Abzug der Kosten, nicht mit dem ausgewiesenen Übernachtungspreis.
    • Die Hochsaison macht häufig 60 bis 70 % des Jahresumsatzes aus.
    • Die Besteuerung nach tatsächlichem Ergebnis mit Abschreibung ist fast immer günstiger als das Micro-BIC-Pauschalregime.
    • Ein professioneller Concierge-Service verbessert die Auslastung und die Platzierung auf den Plattformen.

    Eine realistische Rendite berechnen

    Gehen Sie von der Zahl der tatsächlich vermietbaren Übernachtungen aus: 12 bis 16 volle Wochen an der Küste, mehr, wenn die Immobilie auch in der Vor- und Nachsaison gefragt ist. Multiplizieren Sie diese mit einem gewichteten Durchschnittspreis und ziehen Sie anschließend Plattformprovisionen, Reinigung, Gästebetreuung, Energie, Versicherung, Grundsteuer und die Rücklage für die Erneuerung der Möbel ab.

    Die beobachtete Nettorendite liegt bei gut gelegenen Immobilien in der Regel zwischen 3 und 6 % — deutlich über der unmöblierten Vermietung, allerdings bei spürbarem Verwaltungsaufwand.

    Welche Immobilie kaufen?

    Die Kriterien für die Auslastung, nach Bedeutung geordnet: fußläufige Nähe zu einem Strand oder einem belebten Zentrum, nutzbarer Außenbereich (Terrasse, Garten, Pool), Klimaanlage, Parkplatz und Platz für 4 bis 6 Personen — die gefragteste Größe.

    Eine 2-Zimmer-Wohnung ohne Außenbereich, fünfzehn Autominuten vom Meer entfernt, lässt sich nur schwer vermieten, unabhängig vom Kaufpreis. Besser ist es, für eine stark nachgefragte Immobilie mehr zu zahlen, als den Quadratmeterpreis eines schwer vermarktbaren Objekts zu optimieren.

    • Unmittelbare Nähe zu Strand / Stadtzentrum
    • Nutzbarer, schattiger Außenbereich
    • Klimaanlage und gute Energieeffizienz
    • Gesicherter Stellplatz
    • Kapazität für 4 bis 6 Personen

    Steuerregelung und Pflichten

    Möblierte Ferienvermietungen fallen unter die BIC, die französische Steuerkategorie für gewerbliche Einkünfte. Bei der Besteuerung nach tatsächlichem Ergebnis können Immobilie und Mobiliar abgeschrieben werden: In den ersten Jahren fällt auf die Mieteinnahmen oft keine Steuer an. Das Micro-BIC-Pauschalregime bleibt einfacher, ist aber weniger vorteilhaft, sobald erhebliche Kosten anfallen.

    Zu den rechtlichen Vorgaben gehören: Anmeldung im Rathaus, Angabe der Registrierungsnummer in den Inseraten, Erhebung der Aufenthaltsabgabe und Einhaltung der Gemeinschaftsordnung — manche Gemeinschaftsordnungen untersagen die Kurzzeitvermietung.

    Verwaltung abgeben

    Die Vermietung aus der Ferne ist möglich, aber anspruchsvoll: Gästeempfang, Reinigung zwischen zwei Aufenthalten, Wäsche, Instandhaltung und die Klärung von Streitfällen. Ein professioneller Concierge-Service übernimmt diese Aufgaben, verbessert die Bewertung der Unterkunft und damit ihre Platzierung auf den Plattformen.

    Die Kosten, in der Regel ein Prozentsatz des Umsatzes, werden fast immer durch eine höhere Auslastung und weniger Stornierungen ausgeglichen.

    Häufige Fragen

    Zwischen 3 und 6 % netto bei einer gut gelegenen Immobilie, nach Provisionen, Reinigung, Verwaltung und Nebenkosten. Immobilien direkt am Meer mit Pool können darüber liegen.

    Ja. Die Anmeldung und die Registrierungsnummer sind verpflichtend, und die Nummer muss in sämtlichen Online-Inseraten angegeben werden.

    Die Besteuerung nach tatsächlichem Ergebnis ist dank der Abschreibung von Immobilie und Mobiliar meist vorteilhafter, sobald erhebliche Kosten und Kreditzinsen anfallen.

    An der Küste selten. Eine gemischte Strategie — Ferienvermietung im Sommer, befristeter Mobilitätsmietvertrag (bail mobilité) oder Jahresvermietung außerhalb der Saison — sichert die Einnahmen in Gebieten mit ganzjährig ansässiger Bevölkerung.